Funktionsweise von BGL Charge
BGL Charge bringt Depotbetreiber und Flotten zusammen. So erzielen Depotbetreiber mit Ladeinfrastruktur, die sonst ungenutzt bliebe, zusätzlichen Umsatz, während Flotten von günstigeren Ladekosten profitieren.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie die Plattform aufgebaut ist und wie ein Ladevorgang zustande kommt. BGL Charge ist eine Whitelabel-Lösung von Depotcharge, alle Funktionen sind also identisch.
1.Die zwei Bereiche
BGL Charge ist in zwei Bereiche gegliedert, zwischen denen Sie oben in der Seitenleiste jederzeit wechseln können.
- Depotbetreiber richtet sich an alle, die Ladepunkte anbieten.
Hier verwalten Sie Ihre Standorte, Vereinbarungen, Tarife und Berichte.
- Flottenmanager richtet sich an alle, die mit ihren Fahrzeugen laden.
Hier finden Sie Flotten & Ladekarten, die Karte, Vereinbarungen und Berichte.
Eine Organisation kann auch beide Bereiche nutzen, also das eigene Depot für andere öffnen und gleichzeitig unterwegs bei anderen laden.
2.So kommt ein Ladevorgang zustande
- 1.Zuerst legt der Depotbetreiber einen Standort mit Ladepunkten an und hinterlegt dafür einen Tarif.
- 2.Danach veröffentlicht er ein Vereinbarungsangebot, das festlegt, welche Flotten zu welchem Tarif laden dürfen.
- 3.Die Flotte nimmt das Angebot an oder fragt es an.
Je nach Einstellung gilt die Vereinbarung dann sofort, oder der Depotbetreiber prüft die Anfrage zuerst und nimmt sie an oder lehnt sie ab.
- 4.So wird aus dem Angebot eine aktive Vereinbarung, mit der die Flotte am Standort laden darf.
- 5.An der Station meldet sich das Fahrzeug mit einem RFID-Badge oder über Autocharge an.
- 6.Zum Schluss stellt Depotcharge der Flotte monatlich eine Rechnung im Namen des Depotbetreibers, und der Depotbetreiber erhält ebenfalls monatlich seine Auszahlung.
3.Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Organisation | Ihr Unternehmen auf der Plattform, unter dem alles andere angelegt wird. |
| Gesellschaft | Die Firma, die abrechnet und bezahlt. In den meisten Fällen genügt eine. |
| Standort | Ein Ladeort mit Adresse und Ladepunkten. |
| Ladepunkt | Ein einzelner Ladeplatz mit Stecker. |
| Flotte | Ihre Fahrzeuge und RFID-Badges. |
| RFID-Badge | Der Badge, mit dem sich ein Fahrzeug an der Ladestation anmeldet und der den Ladevorgang Ihrer Flotte zuordnet. |
| Autocharge | Anmeldung ohne RFID-Badge, bei der sich das Fahrzeug beim Einstecken selbst anmeldet. Dafür hinterlegen Sie die MAC-Adresse des Fahrzeugs in BGL Charge, und sowohl Fahrzeug als auch Ladestation müssen die Funktion unterstützen. |
| Tarif | Der Preis, den ein Depotbetreiber festlegt. Wählen Sie dabei gleich das richtige Land, denn es bestimmt Währung und Mehrwertsteuer. |
| Vereinbarungsangebot | Die Offerte des Depotbetreibers, die festlegt, welche Flotten zu welchem Tarif laden dürfen. |
| Vereinbarung | Das angenommene Angebot, mit dem das Laden erst möglich wird. |
Die folgende Grafik zeigt, wie diese Begriffe zusammenhängen. Ganz oben steht die Organisation, die bei der ersten Registrierung angelegt wird, und darunter liegen beliebig viele Gesellschaften.
Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Flotten mit den Fahrzeugen und Standorte mit den Ladepunkten und Tarifen, und beides gehört immer zu genau einer Gesellschaft.
4.Die BGL-Charge-Community
Als BGL-Mitglied registrieren Sie sich mit Ihrer Mitgliedsnummer und sind damit Teil der BGL-Charge-Community. Depotbetreiber können ihre Vereinbarungsangebote gezielt an alle Flotten dieser Community richten und ihnen so einen Community-Tarif anbieten, also einen günstigeren Preis als für Flotten außerhalb der Community.
Zusätzlich lassen sich mit einzelnen Flotten bilaterale Preise vereinbaren. So laden BGL-Mitglieder untereinander zu besseren Konditionen und nutzen ihre Ladeinfrastruktur gemeinsam besser aus.
5.Hinweis
Für BGL Charge brauchen Sie keine neue Hardware, denn Ihre bestehenden RFID-Badges, Ladestationen und Ihr bisheriges Backend laufen einfach weiter. Die Anbindung funktioniert mit jeder gängigen Ladestation, die OCPP unterstützt, also den Standard, über den Ladestationen mit einem Backend kommunizieren, und dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen.
Ihr Fahrpersonal braucht kein eigenes Konto, sondern nutzt den RFID-Badge oder die Fahrer Web App.